Baesweiler, 10.03.2017, von André Zambanini

Hoch hinaus im Dunkeln

Zweimal im Jahr wird ein Ausbildungsdienst auf den Freitag-Abend gelegt um die früh einbrechende Dunkelheit in den Wintermonaten für Beleuchtungsausbildungen zu nutzen. So auch am 10.03., bei dem neben Beleuchtung auch Rettungskonstruktionen und Rettungsmethoden auf dem Programm standen.

Beleuchtungsaufgaben sind zeitlich häufig absehbar: am Anfang wird alles nötige aufgebaut und am Ende wieder abgebaut. Dazwischen ist es meistens relativ ruhig. Um die Ausbildung trotzdem interessant und abwechslungsreich zu gestalten, versuchen wir ordinäre Bergungsaufgaben mit einzubinden. Beim letzten Freitags-Dienst teilte sich das auf zwei Themen auf: Der Aufbau einer Rettungskonstruktion und das Durchführen von Rettungsmaßnahmen.

Vorher allerdings wurde in der Unterkunft der letzte Dienst rekapituliert, bei dem der Umgang mit Motorkettensägen gelehrt und vertieft wurde. So wurden die relevanten Aspekte der Kettensäge von Teilnehmern des letzten Mals wiederholt um somit das Wissen zu festigen und Helfern, die den letzten Dienst verpasst hatten, eine Kurzzusammenfassung zu geben. Ebenso noch in der Unterkunft gab es eine kurze Übersicht über die anstehenden Ausbildungsthemen und eine abendliche Stärkung aus der OV-Küche.

Im Anschluss wurde das Trainingsgelände angefahren, das aus einem Feldweg unter einer ehemaligen Eisenbahnbrücke in der Nähe des CarlAlexanderParks in Baesweiler bestand. Die dort vorhandenen alten Widerlager bilden eine Engstelle, die besondere Planung des Beleuchtungseinsatzes bedarf um die späteren Arbeiten nicht unnötig zu behindern. Denn das Szenario der Ausbildung forderte eine langfristige und stabile Rettungskonstruktion um auf einen der Widerlager und den dahinter liegenden Bahndamm zu kommen. Die Lösung war ein dreistöckiger Turm aus dem Einsatzgerüstsystem, mit dem die Helfer bequem und sicher die mehrere Meter hohe Wand bewältigen konnten.

Parallel dazu beschäftigte sich eine andere Gruppe mit dem Aufsuchen und der Rettung von verletzten Personen im Gelände. Die Rettungsmethode der Wahl für solche Szenarien ist die Suchkette, bei der die Helfer das Gelände systematisch und mit einheitlicher Front durchsuchen. Dadurch kann eine lückenlose Abdeckung des Suchgebiets gewährleistet werden. Ein weiterer Vorteil der Suchkette ist ihre beliebige Skalierbarkeit, natürlich genügend Helfer vorausgesetzt.

Der Ausbildungsdienst konnte zu fortgeschrittener Nachtstunde erfolgreich beendet werden, so dass sich alle Helfer zufrieden auf ihr wohlverdientes Bett freuen konnten.


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