30.08.2019, von Sarah Goerres

THW und Feuerwehr gemeinsam auf Übung!

Herzogenrath. Die Helfer des Technischen Hilfswerkes (THW) aus dem Ortsverband (OV) Herzogenrath übten gemeinsam mit der freiwilligen Feuerwehr Herzogenrath den Ernstfall. Als Team meisterten sie von Freitagabend den 30.08. bis zum Sonntag den 01.09. die Übungen, die für die Helfer in rot und blau vorbereitet wurden. Erdbeben und mehrere Verkehrsunfälle waren die Themen des Wochenendes.

Herzogenrath. „Es ist nicht leicht, eine solche Übung zu planen, leider gibt es hier in der Region sehr wenige Übungsgelände die wir nutzen können“, erklärte Andreas Dietrich, Verwaltungsbeauftragter des OV Herzogenrath. Seit Januar diesen Jahres planten er, Dennis Leyens und Lutz Förster das Übungs-Wochenende. Das Hauptszenario war ein starkes Erdbeben mit einigen Nachbeben, die die Einsatzkräfte der Region in ständiger Bereitschaft hielt. Somit gab es neben den klassischen Situationen mit Personensuche und -rettung auch mehrere Verkehrsunfälle, die sonst für das THW untypisch sind. Dabei arbeiteten die Helfer der freiwilligen Feuerwehr Hand in Hand mit den Helfern des Technischen Hilfswerkes um so viel voneinander lernen zu können - klar erklärtes Übungsziel für dieses Wochenende.

Verkehrsunfälle war das Thema der ersten Ausbildungseinheit. Mit verschiedenen Übungen konnten die Helfer das Retten aus Fahrzeugen erproben und Handgriffe trainineren. In Anschluss sollte es ein entsprechendes Übungsszenario geben, jedoch kam das wirkliche Leben in die Quere mit einem realen Einsatz der Feuerwehr.

Neuer Tag, neues Glück: Am Samstag gab es für die Helfer gleich zwei aufeinander folgende Einsatzübungen. Ein Erdbeben erschütterte den Boden der Merksteiner Region. Viele vermisste und verletzte Personen wurden im Bereich der Grube Adolf und im Streiffelder Hof gemeldet. Unter der Leitung von der Feuerwehr begaben sich die Helfer Richtung Grube Adolf. Im Gelände hat es durch das Erdbeben einen Erdrutsch mit mehreren betroffenen Personen gegeben. Die Ortungsgruppe aus Aachen hat zusammen mit einem ihrer Suchhunde mehrere verletzte Personen aufgespürt und beschleunigte so die Suche. Dadurch wiederum konnten die Helfer die Verletzten zügig versorgen.

Dabei waren einige Verletzte teilweise schwer zu erreichen, doch mit Hilfe von verschiedenen Rettungsmitteln und der Kreativität der Helfer konnten auch diese gerettet werden. Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) aus Herzogenrath hat die Verletztendarsteller sehr detailliert geschminkt, sodass es für die Helfer möglichst realistisch war. Eine Herausforderung war jedoch der Keller des Streiffelder Hofes. Gemäß des Übungsszenarios drohte dieser einzustürzen. Damit sich die Helfer nicht selbst in Gefahr brachten, musste der Keller zuerst gesichert und mit Hilfsmittel abgestützt werden. Erst dann konnte die Suche nach weiteren womöglich verletzten Personen weitergeführt werden. Doch nicht nur das war ein Hindernis, plötzlich wurde es dunkel - ein Stromausfall mit austretendem Gas, der einige Helfer im Einsatz ohnmächtig werden ließ, natürlich Teil der Übung. Trotzdem musste nun schnell gehandelt werden um die eigenen Helfer zu retten. Die Einsatzleitung musste Helfer mit Atemschutzgerät einsetzen. Mehrere Teams haben sich bereit gemacht und retteten die eigenen Helfer. Anschließend wurden auch die letzten verletzten Personen gefunden und und konnten gerettet werden. „Es ist sehr interessant und macht großen Spaß zu sehen, wie die Helfer die Situationen, die man sich monatelang überlegt hatte, meistern“, freute sich Dennis Leyens, Jugendbetreuer des Ortsverbandes Herzogenrath.

Die Jugend spielte bei dieser Wochenendübung eine große Rolle. Ohne sie hätte es keine Verletztendarsteller gegeben und ohne Verletztendarsteller kann es keine realitätsnahe Übung geben. Die Helfer hatten teilweise alle Hände voll zu tun den Darstellern hinterher zu laufen, die durch einen gespielten Schock verwirrt waren oder die Schreie zu ertragen, die durch die gespielten Verletzungen auftraten. Es war ein ereignisreiches Wochenende und trotz Unterbrechungen hat es allen Helfern in blau und rot, sehr gut gefallen. Nur Gemeinsam konnten die Übungen gemeistert werden und das haben alle Helfer bewiesen.


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