30.10.2021, von Sarah Goerres, André Zambanini

Verstärkung für das THW

Herzogenrath. Am Samstag dem 30. Oktober 2021 fand im THW-Ortsverband Herzogenrath eine Grundausbildungsprüfung für Helferanwärterinnen und -anwärter statt. Bei insgesamt 22 zu Prüfenden wurden die theoretischen und praktischen Grundlagen abgefragt, um die Einsatzbefähigung für die Arbeit im THW zu erlangen.

Herzogenrath. Es ist kurz nach 8 Uhr morgens am Samstag, 30. Oktober 2021, als die 22 Prüflinge am heutigen Prüfungsort, dem THW-Ortsverband (OV) Herzogenrath eintreffen. Das Ziel der Anwärterinnen und Anwärter aus den Ortsverbänden Alsdorf, Herzogenrath und Jülich ist ein erfolgreicher Abschluss, um damit als vollwertige Einsatzkräfte bei Ausbildungen und Einsätzen im THW mitwirken zu können. Für die 12 Helfer aus Herzogenrath mit einer besonderen Ausgangslage: vor weniger als zwei Monaten haben sie erst den Aufnahmeantrag unterschrieben und eine sehr kompakte Grundausbildung durchlaufen.

„Wir haben das jetzt in einer deutlich verkürzten Zeit gemacht. Wir haben uns jede Woche gesehen. In der kurzen Zeit alle Ausbildungsinhalte gemacht, teilweise auch an den Donnerstagen die Theorie digital zusätzlich angeboten“, berichtet Benjamin Schmidt, Ausbilder für die Grundausbildungsgruppe in Herzogenrath. Normalerweise dauert die Grundausbildung im THW ein halbes Jahr. „Mit Familie, Beruf und dann doch noch mal ein bisschen freie Zeit zu kriegen ist echt kompliziert“, konstatiert Benjamin zur komprimierten Ausbildungsreihe.

Während die Prüflinge unter der Aufsicht von Prüfungsleiter Conni Scholl die theoretischen Fragen beantworten, werden auf dem Hof des Geländes die sechs praktischen Stationen aufgebaut, heute in doppelter Besetzung. Es sind einfach deutlich mehr zu Prüfende als üblicherweise - und dabei ist diese Prüfung nur die erste von dreien ihrer Art im Großraum Aachen. Trotz der guten Vorbereitung und doppelter Ausführung ist bei den Anwärterinnen und Anwärter Geduld gefragt, bestätigt auch Alexander Delrue, zukünftiger Helfer für den OV Jülich: „Heute morgen zu Beginn der Theorie noch ein bisschen nervös und aufgeregt, nach der Theorie erstmal warten bis man die erste Station machen konnte und danach hat sich die Aufregung auch ein bisschen gelegt. Jetzt habe ich 3 von 6 Stationen, es ist doch schon etwas ruhiger und entspannter geworden.“

Sechs Stationen, die sich auf grundlegendes Fokussieren: Leitern, Beleuchtung, Bewegen von Lasten, Ausleuchten - die Handgriffe müssen sitzen. Besonders relevant für einige, die sich aufgrund der Hochwassersituation im letzten Sommer gemeldet haben ist Station 5, wie sie Alexander Delrue beschreibt: „Mich erwartet bei Station 5 Wasser. Das heißt: Sandsäcke füllen, verlegen, Tauchpumpe in Betrieb nehmen und eine Rettungsweste anlegen.“

„Alles sehr spannend, aufregend, die Prüfer sind bisher alle super fair, die Prüfstationen sind echt gut vorbereitet. Die Stationshelfer, machen genau das, was man ihnen sagt.“ So beschreibt Marc Schenkelberg, Helferanwärter für Herzogenrath die Situation. Die erwähnten Stationshelfer sorgen dafür, dass auch Arbeiten, die gewöhnlicherweise im Team erledigt werden, abgefragt werden können. „Hier und da stellen sie sich ein bisschen so an als hätten sie von nichts eine Ahnung, obwohl sie es alle besser können, aber läuft bisher alles ganz gut und macht echt Spaß“, fährt er fort. Denn natürlich sollen die Stationshelfer keine Lösung vorwegnehmen.

Auch wenn es ein gutes Zeichen ist, dass die zu erledigenden Arbeiten Spaß machen, so werden doch akribisch Prüfungsleistungen dokumentiert und Abweichungen festgehalten. Denn am Ende bedeutet eine bestandene Prüfung, dass die Neulinge danach in den Einsatz dürfen. Und da ist es für ihre eigene und die Sicherheit der anderen unabdingbar, die Grundsätze zu beherrschen.

Am Ende darf Conni Scholl dann zwei gute Nachrichten verkünden. Einerseits sei man deutlich schneller mit allem fertig gewesen als man es am Morgen noch hätte erwarten können. Viel wichtiger aber ist, dass es alle 22 Anwärterinnen und Anwärter geschafft haben. Für die Ortsverbände Alsdorf, Herzogenrath und Jülich bedeutet das jetzt also tatkräftige Unterstützung von 4, 12, und 6 neuen aktiven Mitgliedern. Herzlichen Glückwunsch an alle, ihr könnt stolz auf eure Leistung sein!


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